Yoga bei Krebs

Yoga bei Krebs

Yoga ist eine komplementärtherapeutische Methode, die ausgleichend auf Körper und Geist wirkt. Ein optimales Paket zwischen sanften Bewegungen, die den Körper fit halten und achtsamem Loslassen, das tief entspannt. Müdigkeit, Ängste, Depressionen und Stress können durch eine ideale Kombination von Yogabewegungen, Achtsamkeit und Entspannung nachhaltig reduziert werden.

Mit Yoga zu mehr Lebensqualität bei Krebserkrankungen

Wenn die Auswirkungen einer Krebstherapie körperlich und psychisch spürbar sind, fällt es oftmals schwer, die ersehnte Ausgeglichenheit zu finden und zu entspannen. Die Herausforderungen des täglichen Lebens für kurze Momente loszulassen ist leichter gesagt als getan. Dabei können Yoga, Achtsamkeit und Meditation dazu beitragen, das Gedankenkarussell zu stoppen und zu mehr Gelassenheit zurückzufinden.

Bewegung, Entspannung und Achtsamkeit sind drei wichtige Ressourcen, die die Lebensqualität von Krebspatientinnen und -patienten nachhaltig verbessern können. Yoga bietet den Vorteil, dass Bewegung, Entspannung und Achtsamkeit miteinander kombiniert zu einer ganzheitlichen Praxis führen.

Den bewussten Fokus und die achtsame Ausrichtung der Aufmerksamkeit auf die Bewegungen des Körpers und des Atems zu richten, bietet die Möglichkeit, ein tieferes Verständnis für den eigenen Körper und sich selbst zu entwickeln.

Was ist Yoga und was nutzt es?

Yoga ist eine körperliche und spirituelle Praxis, die ihren Ursprung in Indien hat. Das Wort Yoga bedeutet auf Sanskrit Vereinigung, und das Ziel von Yoga ist es, Geist, Körper und Seele zu vereinen. Es gibt viele verschiedene Arten von Yoga, aber alle beinhalten Atemkontrolle, Meditation und Stellungen. Yoga kann für körperliche Fitness, Stressabbau und spirituelles Wachstum genutzt werden.

Yoga aus der Tradition in die Moderne

Yoga ist eine jahrtausendealte aus Indien stammende Übungspraxis, die Körper, Atem und Geist als Einheit betrachtet. Im Mittelpunkt der Yogaübungspraxis steht das wirkungsvolle verbinden der drei Aspekte, um eine äussere und innere Harmonie anzustreben.

Ähnlich wie in den buddhistischen Lehren ging es ursprünglich auch im Yoga darum, Wege und Methoden zu finden, mit denen das Leid im menschlichen Leben transformiert und überwunden werden kann.

Während die Übungspraxis in der indischen Yogatradition anfänglich vor allem auf Meditation- und Konzentrationstechniken aufgebaut war, kamen im Laufe der Zeit verschiedene Körper-, Atem- und Entspannungsübungen dazu. Durch den regen internationalen Austausch zwischen den Kulturen im Osten und Westen ist es auch im europäischen Raum in den letzten Jahrzehnten zu einem Yogaboom gekommen.

Die vielfältigen Angebote im Yoga sind mittlerweile nicht nur für Laien beinahe unüberschaubar geworden und manche Tendenzen lassen die Frage aufkommen: "was hat das noch mit Yoga zu tun?" Dessen ungeachtet ist das Interesse an der wohltuenden und gesundheitsfördernden Wirkung des Yogas auch in den Gesundheitsberufen angekommen. Dabei ist es zur Entwicklung verschiedener yogatherapeutischer Methoden im Rahmen der Komplementärmedizin gekommen. Damit wird Yoga weltweit von namhaften Kliniken als unterstützende und ergänzende Methode bei verschiedenen Krankheitsbildern, so auch bei Krebserkrankungen, erfolgreich angewandt.

Yoga zählt heute zu den gesundheitsrelevanten Methoden, um Körper und Geist präventiv gesund zu erhalten und zur Linderung von körperlichen und psychischen Beschwerden. Schritt für Schritt nimmt Yoga in der modernen Zeit im Bereich der Yogatherapie einen Platz in der Komplementärmedizin ein.

Der Rhythmus des Körpers, die Melodie des Geistes und die Harmonie der Seele komponieren die Symphonie des Lebens.

B.K.S. Iyengar

Die moderne Forschung trifft Yoga – was nutzt Yoga bei Krebs?

Über die Wirksamkeit von Yoga bei Krebserkrankungen, insbesondere auch bei Brustkrebserkrankungen, liegen empirische Studien aus den USA, aus Kanada und Deutschland vor. Die gewonnenen Forschungsergebnisse deuten daraufhin, dass eine regelmässige Yogapraxis bei Krebserkrankungen besonders Behandlungsnebenwirkungen wie Müdigkeit und innere Erschöpfung verringern können. Zudem profitieren die Erkrankten von Verbesserungen bei Ängsten, Depressionen und Stress.

Empirische Forschungsresultate zeigen auf:

  • verbesserter Gesundheitszustand, höhere Lebensqualität und Vitalität
  • deutliche Reduktion von Müdigkeit
  • Reduktion von Depression
  • Abnahme von Ängsten und Sorgen
  • Stressreduktion
  • verbesserte Schlafqualität
  • leichtere Bewältigung des Alltags
  • Hemmung von Entzündungen
  • weniger Schmerzen oder besserer Umgang mit Schmerzen
  • weniger Erbrechen und Übelkeit
  • besseres Annehmen und Akzeptieren können der Krankheitserfahrung

Betroffen berichten von positiven Effekten der Yogapraxis:

  • weniger Müdigkeit, mehr Vitalität und Energie
  • besseres Körpergefühl, Körperwahrnehmung
  • verbesserte Beweglichkeit, weniger Verspannungen
  • positive Gedanken, Vertrauen und Zuversicht
  • mehr Stabilität und Selbstvertrauen
  • innere Ruhe und Kraft, Linderung von Ängsten und Sorgen
  • besserer Umgang mit Schmerzen
  • verbesserter Lymphfluss

Stärkung der Selbstheilungskräfte

Die Yogaübungen werden im Yogatherapieangebot auf die jeweiligen Übenden individuell angepasst, sodass keine Stufen der Beweglichkeit oder Gelenkigkeit eine Voraussetzung darstellen. Der nachhaltige Effekt der Übungspraxis wird in der Regel schon in der ersten Übungslektion direkt erfahren.

Ein wesentlicher Vorteil der Methode Yoga liegt in der Kombination von Bewegung, Atmung, Entspannung, Konzentration und Meditation. Verschiedene einfache und ressourcenorientierte Übungen wirken auf das vegetative Nervensystem und unterstützen dadurch die Aktivierung der Selbstheilungskräfte.

Die Erfahrung selbstwirksam etwas für die eigene Gesundheit zu tun, wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus und motiviert den eigenen Lebensstil zu einer bewussteren und gesünderen Lebensgestaltung zu führen.

Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt

buddhistische Weisheit

Professionelle Yogapraxis

Zum Schluss ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass die erwähnten positiven Wirkungen einer regelmässigen Yogapraxis nur bei einer korrekten Ausführung erfahren werden können.

Die Fachkompetenz und die Erfahrung der Kursleitung ist entscheidend für die Wirkungsweise der Methode Yoga. Eine qualitativ hochwertige Fachausbildung von mindestens vier Jahren, wie sie beispielsweise von Ausbildungsinstitutionen vom Berufsverband Yoga Schweiz angeboten werden, zeichnen kompetente Yogalehrende aus.

Die eigene lebenslang vertiefte Auseinandersetzung mit Yoga, Meditation und Achtsamkeit ist seit je her eine Grundvoraussetzung, um essentieller in die unfassbare reiche Welt des Yogas einzutauchen.

Yoga bei Krebskrankheit: Mein Fazit

Die Yoga-Methode ist ein ganzheitliches System, das seit Jahrhunderten zur Verbesserung des körperlichen, geistigen und spirituellen Wohlbefindens eingesetzt wird. Zu den Vorteilen von Yoga gehören eine verbesserte körperliche Gesundheit, geistige Klarheit, Abbau von Stress und Ängsten sowie eine gesteigerte Selbstwahrnehmung. Eine professionelle Ausbildung und Erfahrung sind wichtig, um sicherzustellen, dass Sie den größten Nutzen aus Yoga ziehen.

Die positiven Auswirkungen von Yoga helfen Krebspatienten nachweislich in vielerlei Hinsicht, z. B. bei der Verringerung von Müdigkeit, Depressionen, Ängsten und Stress sowie bei der Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands und der Lebensqualität. Um von diesen Vorteilen zu profitieren, ist es jedoch wichtig, die Übungen unter der Anleitung eines professionellen Lehrers korrekt auszuführen.